China auf Einkaufstour in Australien | Alternative Europa Plattform

China auf Einkaufstour in Australien

9. Februar 2010
By AJG

Auftrag beziffert sich auf 60 Milliarden Dollar

Foto ©aep-d.de 2010, Der Uluṟu (uluɻu , "Schatten spendender Platz"), auch Ayers Rock, ist ein großer Inselberg aus Sandstein in der zentralaustralischen Wüste im Northern Territory."

Das Australische Rohstoffunternehmen Resourcehouse Ltd. hat den größten Exportauftrag der australischen Geschichte erhalten. Für 20 Jahre lang soll die Firma Kohle im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar nach China verschiffen. Nachdem chinesische Handelsbeauftragte in der Vergangenheit mehrfach an dem Veto staatlicher Organisationen bei der versuchten Akquise von Ölfeldern, Kohleminen und Gasfelder gescheitert waren schlage man nun einen anderen Weg ein.

Selbstverständlich wisse auch China um die zunehmend zur Neige gehenden Rohstoffreserven bei Kohle, Öl und Gas. Die gigantische Volkswirtschaft China produziere aber längst nicht mehr für den eigenen Markt, da die Umsatzerlöse auf dem Weltmarkt bessere Ergebnisse versprechen.  Die Kohle, deren Eigentümer eigentlich die Aborigines sind, werde von Resourcehouse wahrscheinlich im Bundesland Queensland ab gebaut. Inwieweit die australische Bevölkerung von diesem Vorhaben informiert worden ist und ob die erteilten Schürfrechte nicht Umweltzerstörung bedeute, werde in dem Artikel der FAZ vom 8.2.2010 nicht erwähnt.

Eigentlicher Käufer ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen China Power Investment Corporation (CPI).  Clive Palmer, Gründer und Vorsitzende des Verwaltungsrates von Resourcehouse, sei zwar der fünf reichste Mann in Australien, ob aber bei diesem Geschäft nicht auch australische Rechte der Bürger und Aborigines berührt seien, schien bei diesem Geschäft bisher keine Rolle gespielt zu haben. Sein Unternehmen wird ab 2013  ca. 30 Millionen Tonnen jährlich nach China verschiffen. Die Vorsitzende der CPI, Li Xiaolin, Tochter des früheren Ministerpräsidenten Li Peng, habe auch vertraglich vereinbart dass die Erschließung des Bergwerkes durch chinesische Bauunternehmen Metallurgical Corporation of China Ltd. (MCC) sowie der Minengesellschaft China First Pty Ltd. abgewickelt werde.

Die weisse Linie zeigt die vermutetet noch zu bauende Bahnstrecke von den Kohlevorkommen in Queensland zur ebenfalls zu bauende Kaianlage.

Finanziert werde das Projekt überwiegend durch Chinesische Banken. Beflügelt durch diesen Auftragsschub und die großzügige Finanzierung plane Resourcehouse nun im März an die Börse von Hongkong zu gehen. Dieser musste noch im Herbst 2009 verschoben werden. In diesem Zusammenhang wird Palmer mit den Worten zitiert,”Wer heute Geld braucht, der muss sich an China wenden”. Er verschweigt aber das bereits heute das meiste Papiergeld nicht mehr viel an Wert besitze und viele Volkswirtschaften ihre gigantischen Fremdwährungseinlagen eher lieber heute als morgen in konventionelle Werte umschichten möchten.

Das Auftragsvolumen der Erstehungskosten für die Infrastruktur belaufen sich auf schlappe 8 Milliarden Dollar. Das Gesamtprojekt soll vier Minen umfassen. Zusätzlich zwei weitere Minen die im Tagebau abgebaut werden. Zusätzlich werden 500km lange Schienen-strecken gebaut sowie die dazugehörigen Kaianlagen und Transporteinheiten, um die Kohle zu verschiffen. Es werden während der Bauzeit schätzungsweise 6000 neue Stellen geschaffen, die sich nach der Fertigstellung auf 1500 reduzieren. Ein wesentlicher Anteil der Beschäftigten werde sicher durch Chinesische Arbeitskräfte gestellt werden.

China besitze zwar riesige Kohlevorkommen, führe aber erstmals neben kleineren Importen aus Afrika riesige Kohlemengen ein. Man kann damit rechnen dass bei weiter fortschreitender Industrialisierung die Energiereserven in etwa 80 Jahre zur Neige gehen. Eine vollständige Industrialisierung gemäß eines 8-12% igen Wirtschaftswachstum müsse somit zwangsläufig bald an seine Grenzen stoße. Das Wirtschaftswachstum wird wahrscheinlich ab 2020 durch Mangel an natürlichen Rohstoff- und Energieressourcen einbrechen, so aus wohl bekannten Wirtschaftskreisen der AEP.

Deutschland habe als einziges Land eine relative komfortable Lösung. Die Kohlevorkommen reichen hier etwa für 400 Jahre, vorbehaltlich der 100%igen Eigennutzung. Andere Länder haben zudem noch gewaltige Probleme mit großflächigem Grubenbrand, einem in Deutschland eigentlich unbekanntem Problem von Ressourcen-Verschwendung.

Ein Lösung aus dem Energiedilemma ist die Fusionstechnologie, deren wirtschaftliche Nutzung in etwa 20 Jahren möglich wäre, wenn man die notwendigen Ressourcen hierauf bündeln würde.

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Können die globalen Energieprobleme durch die Fusionsforschung gelöst werden……


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One Response to China auf Einkaufstour in Australien

  1. Gundi on 9. Februar 2010 at 18:30

    Ja die Australier und die Aborigines, schon komisch wie nur ein einziger reicher Mann für weiss ich nicht wieviel Milliarden, ein ganzes Land und die Natur zerstören darf.
    Ich bin sicher dass die Mehrheit dem nicht zustimmen würde.

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