Gesundheitsminister Rösler…. “Bürger müssen mehr für Krankenkassen zahlen”

Rettung zukünftig nur wenn die Kasse stimmt? Müssen Rettungssysteme wie Feuerwehr und Krankensystem überhaupt wirtschaftlich arbeiten?
Die Bürger müssen in Zukunft mehr Beiträge an die Krankenkassen entrichten. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) wies darauf erneut hin. Gleichzeitig will Rösler die umstrittenen einkommensunabhängige Prämien bei den Krankenkassen einführen. Diese Prämie ist auch als “Kopfpauschale” bekannt.
Gesundheit wird in Zukunft teurer für jeden Bürger. Darauf stellt der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Bürger ein und kündigte eine Umstellung von der Einkommensabhängigen auf ein Kopfpauschalensystem an. Damit zahlt jeder Versicherte zwar den gleichen Beitrag aber prozentual unterschiedliche Beiträge gemessen an seinem Einkommen.
Die durch die Kopfpauschale verminderten Einnahmen sollen durch einen Sozialausgleich über Steuern finanziert werden. Vorbeugend wies Rösler darauf hin das Jeder sich den Gesundheitsschutz aber auch künftig leisten wird können.
Der Ausgleich zwischen Arm und Reich solle über einen Steuer finanzierten Finanzausgleich statt finden. Zum genauen Zeitplan für die Einführung der Pauschale wurden keine Angaben gemacht. Es stünden hierzu noch Besprechungen mit dem Finanzministerium an. Die Koalitionsvereinbarung sieht die Umsetzung für das Jahr 2011 vor.
Rösler kündigte zudem die Überprüfung der Praxisgebühr an. Die FDP lehnt die Gebühr mit dem Hinweis ab, dass die Lenkungswirkung nicht stattfinde.
Pflegeversicherung ein Milliardengrab
Der Bürger hoffe das der junge Gesundheitsminister Rösler bei der Umgestaltung des Gesundheitssystems wohl überlegt und nicht Voreilig vor gehe. Allerdings scheinen die neuerlichen Ankündigungen von Herrn Rösler am Kern des Problems vorbei zu gehen. Immerhin hat die FDP erkannt dass unser Gesundheitssystem zukünftig nicht mehr in gleicher weise finanzierbar sein wird wie es in der Vergangenheit war. Darunter falle auch die Pflegeversicherung deren Kollaps für etwa 2015 voraus gesagt wird.
Staatliches Gesundheitssystem nach OECD Studie billiger!
In einer Zeit in der die Zahl der in das System einzahlende berufstätige abhängig Beschäftigte immer mehr zurück gehen, aber gleichzeitig die Zahl der hilfebedürftigen Menschen zu nimmt, ist die einzige Lösung ein Steuerfinanziertes Gesundheitssystem z.B. nach schwedischem Vorbild. Diese Modell hat noch einen weiteren Vorteil der in letzter Zeit immer wieder eingefordert wird, nämlich die Partizipation des Kapitals und der Unternehmen an den Gesundheitskosten des Staates, da in dem Masse wie Gewinne erwirtschaftet werden auch Menschenressourcen verschlissen werden.
Privat geführte Pflegeheime als lukratives Geschäftsmodell?
Der große Fehler den der Bürger noch in Röslers Konzept aus macht, ist das Schweigen zu der über alle Massen aufgeblasenen Pflegeversicherung, die enorme Ressourcen dem Gesundheitssystem entzieht. Fast habe der Bürger den Eindruck als traue man sich nicht den Rotstift bei den Pflegeeinrichtungen an zu setzen um damit die Belastung der Kosten auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Schlimmer noch ist die Tatsache das man privatwirtschaftlich geführte Pflegeheime zu ließ? Öffentlich geführte Häuser können nachweislich billiger wirtschaften. Die Tatsache dass allerorten durch Finanzinvestoren geförderte Projekte ein Pflegeheim nach dem anderen aus dem Boden sprießen lasse, beweist dass hier nicht die Pflege sondern das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund steht
Wettbewerb zwischen gesetzlichen Kassen und Privatkassen schadet der Gesundheitsversorgung!
Zu guter Letzt hat Rösler noch kein Wort zu der mittlerweile etablierten Zweiklassengesellschaft zwischen Privat-versicherten und gesetzlich Versicherten gesagt, deren Zugehörigkeit in der Zukunft immer mehr darüber entscheiden mag ob man eine Komplikation überlebt oder nicht.
Mit der Abschaffung der gesetzlichen Kassen könnten Tausende von Sachbearbeiter eingespart werden. Die Verwaltungsquote also derjenige Teil der Beiträge der Versicherten die für die Verwaltung aufgebracht wird beträgt nach letzten Schätzungen etwa 30%. Das hierdurch frei gesetzte Geld käme den Versicherten zu Gute.
Wettbewerb zwischen Kassen als wirtschaftlich geführte Unternehmen ist widersinnig wie eine wirtschaftlich orientierte Feuerwehr- oder Polizeistation. Man stelle sich vor das die Feuerwehr oder die Polizei nur dann ausrücken würde wenn der Einsatz wirtschaftlich vertretbar wäre. Dann schon mal jetzt gute Nacht.
Quellen:
Gesundheitsminister Rösler: Bürger müssen mehr für Krankenkassen zahlen
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