Weißheit der Wirtschaftsweisen schwer angegriffen….
Wahnsinn statt Vernunft dem Vorzug?.
Nachdem vereinzelt positive Zeichen bei der wirtschaftlichen Entwicklung gesehen werden melden sich auch die fünf Wirtschaftsweisen zu Wort. In einem Bericht spricht Prof. W. Franz von einem prognostizierten Wirtschaftswachstum für das Jahr 2010 mit bis zu 1,6%. Die Nettoneuverschuldung wird Ende 2010 bei etwa 5% des BIP liegen. Dies wäre 2% über dem von der EU festgelegten Obergrenze.
Prof. W. Franz, Vorsitzenden des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus dem Gremium der sogenannten “Wirtschaftsweisen”, übte eine vernichtende Kritik bezüglich der von der Regierung geplanten Steuerpolitik. Diese sehe eine Steuerentlastung des Bürgers von 25 Mrd. Euro vor.
Ob von den Wirtschaftsweisen hilfreichen Tipps und Aussagen zu erwarten sind bleibt fraglich. Teilweise sind sich die Herren nicht einmal untereinander einig wie die Situation zu bewerten sei. So stritten sich noch im April diesen Jahres jener illustre Kreis darüber ob ein Inflation käme und welche Indizien nun dafür herangezogen werden könnten.
Im Bericht fehlt auch eine tiefere Analyse darüber, wieso es zu solch gewaltigen Kreditblasen kommen konnte. Das Zins- und Zinseszins System wird als Gott- gegeben hin genommen und sehe “ein am Staatlichen Tropf hängendes Bankensystem”. Gelänge es nicht die Staatsausgaben zu senken müsse Deutschland eine lange Phase der wirtschaftlichen Repression durchwandern, so Franz in seinem Bericht. Die “Wirtschaftsweisen” machen sich keine Gedanken über die in der Vergangenheit exponentiell anwachsenden Geldmengen. Wachstum und Stabilität sind die einzigen Schlagwörter die immer wieder gerne genannt werden, weil es sich profund an hört.
Exponentiell wachsende Zins- und Zinseszins Problematik als Ursache von Finanz- und Wirtschaftskrise findet keine Erwähnung.
Ein weiterer Kapitalfehler bei der Analyse unserer Weisen ist, dass bei den 25 Milliarden Steuersenkung-Plänen gespart werden solle, wohingegen bei denen “am staatlichen Tropf hängenden Banken” es als ganz selbstverständlich scheine wenn diese durch die Allgemeinheit mit Steuergeldern in der Größenordnung von 480 Milliarden gestützt werde.
Merkel nahm den Bericht freundlich entgegen. Was bleibe ihr auch anderes übrig?
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