FDP offenbar nicht Ganz allein mit der Rente ab 60
Die FDP steht mit ihrem Vorhaben 'Rente ab 60' nicht alleine da. Millionen von Arbeitnehmer begrüßen den sozialen Vorstoß der Liberalen. Der CSU-Sozialexperte Max Straubinger nannte den FDP-Vorschlag ein „Modell für Bestverdienende“.
Kaum hat die FDP fahrt aufgenommen und möchte ihrem Namen als “soziale” Partei im Gegensatz zu SPD und Linke Ehre erweisen, fallen CDU / CSU sowie der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt der FDP in den Rücken.
Hinter der FDP stehen Millionen von Arbeitnehmer die anders denken, auch wenn Focus-Online die FDP mit ihrem Vorstoß als alleine da stehend bezeichnen mag. Allerdings denken die Arbeitnehmer auch in andere Richtungen als die Vorschläge der FDP zielen.
Erstens sollte die Altersteilzeit die 2009 ausläuft schnellstens verlängert werden. Zweitens kann das Rentenproblem einfach durch eine Art Bürgergrundversorgung wie z.B. des Bürgergeldes gelöst werden.
Norbert Blüm sprach zwar immer davon dass die Höhe der Rente immer die Lebensleistung wieder spiegeln solle, jedoch scheint angesichts sinkender Wirtschaftsleistung und damit Beitragsrückgang (Genetationenvertrag) jene Philosophie nicht mehr zu funktionieren. Was bleibt ist eine Steuer finanziertes System.
Andere Rentenexperten sehen die Lebensleistung in den Werten und Ersparnissen der Bürger verankert, die durch die Agenda 2010 vor dem Zugriff durch den Staat nach Harz IV nicht geschützt ist. Richtiger-weise hat dies erst kürzlich Westerwelle offen an gesprochen. Was spräche nun dagegen die Agenda 2010 ab zu lösen und durch eine Grundversorgung oder einem bedingungslosen Grundeinkommen zu ersetzen?
Es wären drei grundlegende Probleme gelöst.
1. Ersparnisse bleiben dem Bürger erhalten, eine Wertschätzung seiner Lebensleitung und Eigeninitiative im erwerbsfähigem Alter.
2. Es besteht keinen Grund mehr dafür, das im Ruhestand sich befindliche Bürger eines höheren Einkommens erfreuen als arbeitslose Bürger. Beide leisten keinen Beitrag zur Gesellschaft. Nur derjenige der für die Zukunft vorsorgen möchte muss sich um zusätzliche Einkünfte bemühen. Argumente dass dann keiner arbeiten würde sind Unsinn. Die Menschen werden sich immer durch Arbeit selber definieren.
3. Gewaltige Kosten durch Sozialämter, Arbeitsagenturen und Kontrollen würden eingespart. Nachteil: Jene Sachbearbeiter müssten sich um neue Tätigkeiten um sehen, da deren Arbeitsplatz entfiele.
Leider können sich viele vermeintlich politisch Verantwortliche diese Lösung nicht vor stellen. Es geistert immer noch ein Jahrhunderte altes Gespinst von Arbeit und freiem Handel in den Köpfen herum. Man meine man könne nur ausgeben was man ein nehme, ausgenommen wenn es darum geht Banken mit Steuermilliarden zu retten.
Manchmal flackert doch ein wenig Hoffnung auf, nämlich dann wenn unsere Gesellschaft großzügige Alimentierungen, wie bei der Pflegeversicherung geschehen, installierte. Dieses “Fass ohne Boden” wurde damals auf gestellt mit der Begründung: “Bezahlen müssen wir dies sowieso.” Eben dies ist auch das Argument für eine Grundversorgung und für eine finanzierbare Rente mit 60 ohne Abschläge.
Bezahlen müssen wir es sowieso!
Quellen:
FDP Ganz allein mit der Rente ab 60
FDP will Altersteilzeit durch Rente ab 60 ersetzen
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Lieber Paul, dem kann ich mir nur anschließen. Dieses Thema wird gerne übergangen oder durch die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeitsrente abgedeckt.
Interessanterweise erreichen weitaus weniger Beamten das reguläre Renteneintrittsalter als beispielsweise gewerbliche Arbeitnehmer. Offenbar ist der Beruf des Beamten weit aus belastender und gesundheitsschädlicher wie bislang angenommen.
Oder aber hier läuft was gewaltig schief?
Warum denkt mann nicht an die Behinderten Menschen ab 70 % Behinderung
die eine Rente mit 67 nich schaffen aus gesundheitlichen <Gründen im Gegensatz zu Beamten die schon gesund in Pansion gehen können.