Bundeswehr ordert Luftunterstützung und läßt Tanklastzüge in ein Flammenmeer aufgehen…… | Alternative Europa Plattform

Bundeswehr ordert Luftunterstützung und läßt Tanklastzüge in ein Flammenmeer aufgehen……

4. September 2009
By AJG

Raketentreibsätze dringen zielgenau in die metallische Außenhaut.....

BlastWie heute im DLF gemeldet wurde sind gestern in Afghanistan die militärischen Auseinandersetzungen wieder ein Stück in Richtung ganz normaler Krieg hin verschoben worden. Eine fingierte Straßensperre der Taliban ließen zwei volle Tanklastzüge die für die Bundeswehr im Kundus bestimmt waren in deren Hände fallen. Beide Fahrer wurden sofort ermordet und die etwa 50 köpfige Taliban-Kämpfer Gruppe verschwand darauf hin mit ihrer Beute.

Die etwa um 1:30 Uhr Nachts  zur Hilfe gerufene Luftunterstützung feuerte darauf hin auf die Fahrzeuge ohne Vorwarnung die sich zu diesem Zeitpunkt nahe eines Flusses befanden wobei ein Tanklastzug auf einer Sandbank fest saß. Nach offiziellen afghanischen Angaben gab es durch die Detonation bis zu 90 Tote, darunter viele Zivilisten, die möglicherweise illegaler Weise sich an dem Tanklastzug selber mit Kraftstoff versorgten.

Bundesverteidigungsminister Jung zeigte Verständnis für die Anforderung von Luftunterstützung durch die Bundeswehr in Afghanistan. Er rechtfertigte nochmal den Nato-Einsatz und verwies auf den Raum Kundus der sich in einer besonders kritischen Situation befände. Von einem Krieg wollte er dennoch weiterhin nicht sprechen, obgleich die Vorgehensweise sich immer mehr dem eines Krieges angleicht.

Der Generalsekretär des Bündnisses, Rasmussen, kündigte eine Untersuchung an.

Schon jetzt dürfte klar sein dass das Interesse des Überfalles eher den teuren Versorgungsgütern für die in Afghanistan stationierten Truppen galt und auch in Zukunft gelten wird. Somit ist der Großteil der kriegerischen Auseinandersetzungen durch die eigene Anwesenheit jener ausländischen Truppen ein Stück weit selbst generiert. Das Land befindet sich in einem verkappten Kriegszustand das auch die dortige Bevölkerung immer mehr zu spüren bekommt. Auch wenn Kollateralschäden vermieden werden sollen, so kann dies nicht vermieden werden.

Die Westliche Allianz in Afghanistan muß möglichst schnell alle Weichen stellen dieses Land zu verlassen. Erstens können wir es unseren Soldaten nicht zumuten dort ihr Leben zu riskieren während in Deutschland und Europa aus eben diesen Krisenherden Flüchtlinge und Asylanten generiert werden. Bis heute hat Deutschland diese problematische Kulturen nicht integrieren können was gewaltigen Zündstoff birgt. Zweitens ist das Land Afghanistan von seiner Kultur her um Jahrhunderte von der unsrigen verschoben, mag sein voraus. Man kann aber keine Demokratie mit fremder Waffengewalt herbei erzwingen auch wenn in diesen Ländern unserer Meinung nach Unrecht geschieht. Dazu braucht es mitunter Jahrhunderte lange Entwicklungsprozesse.

Wenn es Politiker und Befürworter dieser militärischen Unterstützung gibt dann stünde nichts dem entgegen wenn diese privat in dieses Land reisen um eine Verbesserung herbei zu führen. Die Mehrheit der Deutschen ist jedenfalls dagegen.  Deutschland ist viel zu klein und unbedeutend als dass es hier irgend etwas erreichen könnte. Das Einzigste was Deutschland in Afghanistan erreicht ist Gegengewalt und möglicherweise weitere Deutsche gefallene Soldaten die es dann zu beklagen gäbe.


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