Ayaan Hirsi Ali, Ich klage an…….. | Alternative Europa Plattform

Ayaan Hirsi Ali, Ich klage an……..

29. August 2009
By AJG

Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen

Ayaan_Hirsi_Ali_Ich_klage_anAyaan Hirsi Ali die Autorin des umstrittenen Filmes Submission ist Flüchtling, Student, Sozialarbeiter, Politologe, Autor und Parlamentarier zugleich. Als Flüchtling vor einer Zwangsverheiratung durch ihre Familie gelang Hirsi Ali über Deutschland die Flucht nach Holland. Dort arbeitet sie zunächst als Übersetzerin in Flüchtlingslager und später in sozialen Einrichtungen. Sie studierte Politikwissenschaften und betätigt sich Politisch aktiv für die Rechte der muslimischen Frauen.

Später als Holländische Parlamentarierin, versucht sie politische Gesetze zum Schutz junger Mädchen vor Freiheitsentzug und Verstümmlung zu schützen. Hirsi Ali analysiert die Muslimische Religion und identifiziert diese festgefahrene dogmatische Religion auf dem Wege des Verfalls und Stagnation. Leidtragende sind jene Frauen und Kinder die unter dem besonders ausgeprägten sexistisch orientierten kulturellen Normen und Praktiken leiden.

Sie versucht eine Erklärung für die seit dem 17. Jahrhundert andauernden Versagen der muslimisch geführten Ländern auf dem Gebiet der Wissenschaft, Muse und Literatur zu finden. Es gebe eine wachsende internationale Literatur die sich mit dem Scheitern des Islam als Kultur beschäftigt.

Gleichzeitig wird die interessante Frage gestellt was die Zuwanderer besonders in die westlichen Länder anlockt? Was ist der Grund dass so viele Menschen muslimischen Glaubens in westliche Länder fliehen deren Werte doch so Grund verschieden sind.

Sie beschreibt detailliert die Praktiken der Frühehelichen Schwangerschaften, Genitalbeschneidungen von Frauen und besonders hohe Kriminalitätsrate unter den muslimischen Männern. In Holland sterben etwa jedes Jahr ca. 80 Frauen, 40 Kinder und 25 Männer durch häusliche Gewalt in muslimischen Familien. Was können die Gründe für diese Mißstände sein.

Jenes Festhalten an kulturellen Normen der muslimischen Herkunftsregion kollidieren mit der gastgebenden Gesellschaft auf das schärfste. Dies gipfelte mit der Ermordung des Mitherausgebers Theo van Gogh auf offener Strasse, ausgeführt von einem fundamentalistischen Moslem.

Sie charakterisiert die muslimische Kultur als eine streng konservative Religion die schon das in Frage stellen und kritische Hinterfragen der eigenen Religion zu einem Verbrechen erklärt und in der Gruppe sofort ahndet. Drei wesentliche Charakteristika sind hierfür verantwortlich.

1. Eine hierarchisch-autoritäre Einstellung wobei Frauen in unterster Rangordnung stehen.

2. Die Gruppe steht über dem Individuum. Keine Individualität ohne Strafe möglich.

3. Es herrscht eine patriarchalische Gesinnung und Schamkultur,  in der die Frau im wesentlichen eine reproduktive Funktion hat.

Die Schamkultur steht im Zentrum der Gruppe des Clans und prägt den Begriff der Ehre und Schande. Eine Ehefrau müsse in jedem Fall als Jungfrau in die Ehe gehen weil sonst die Schande für die männlichen Familienmitgieder zu  groß wäre.  Ehrenmorde oder Verstoß aus Familie und Clan sind die Folge.

Die muslimische Gesellschaft könne man in zwei Dreieck Gruppen auf teilen. Erstens das Elitedreieck bestehend aus Präsident/König, Militär und Geistliche. Das zweite Dreieck nennt sie das Massendreieck bestehend aus Korruption/Apathie, Fundamentalismus und Flucht/Emigration. Sogar in der Emigration lebe die muslimische Frau in einer prämodernen Kultur als Gefangene in der eigenen Familie. Frauen erhielten meist keine Ausbildung und könnten dann später kein Wissen an ihre Kinder weiter geben. Dieser Teufelskreis wiederhole sich nun schon seit Jahrhunderten und scheint sogar in Emigrations-Ländern wie Holland um sich zu greifen.

Die Gastländer mit ihren Demokratischen Strukturen bieten die idealsten Voraussetzungen dafür, dass eine Reformation des Islam in Bewegung kommen könne. Es könne aber nur Erfolgreich sein wenn die gastgebenden Länder ihre Gesetze auch durchsetzen und keine Papierwaffen blieben. Aus diesem Grund wäre die Einführung von jährlichen Kontrolluntersuchungen von Risikogruppen muslimischer Mädchen angezeigt. Damit ließe sich diese schwerste Art der Körperverletzung jederzeit nach prüfen. Einer Studie zufolge seien 2002 weltweit etwa 100-140 Millionen Frauen ihrer Geschlechtsteile beraubt worden.

Das Buch hinterläßt den Eindruck eines Kampfes gegen Unterdrückung und Unrecht, für die Emanzipation der muslimischen Frau und für die dringend notwendige Reformation des Islam, deren Ende mit dem 11 September 2001 eingeläutet worden sein könnte. Ayaan Hirsi Ali wünscht sich mehr Unterstützung und mehr Mut aus Politik und Presse die Dinge ohne falsch verstandene Rücksicht beim Namen zu nennen.


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