Großbankenprinzip, bald ein Auslaufmodell…
Josef Ackermann (Deutsche Bank Chef), Währungshüter von Großbritannien und der Schweiz, greifen die Idee der gedeckelten Risiko- und Bankengrößen auf.

Deutsche Bank, Gebäude in Karlsruhe
Wie am letzten Freitag (19.06.2009) die FTD Deutschland in ihrer Finanzrubrik schreibt werden immer mehr auch umstrittene Modelle der künstlichen Verkleinerung von Großbanken aufgegriffen wie diese von Währungshütern aus Großbritannien (Mervyn King) und der Schweiz schön länger diskutiert werden.
Interessant ist hierbei dass selbst Josef Ackermann Chef der Deutschen Bank diese Erkenntnis aufgreift. Nach dieser Theorie soll durch eine gesetzliche Bankengrößenbegrenzung auch das wirtschaftliche Risiko begrenzt bleiben. Es könne nicht sein dass einzelne Banken wie kürzlich der US-Investmentbank Lehmann Brothers ganze Staaten und Volkswirtschaften in eine Krise reißen. Deshalb müsse man Banken notfalls auch zwangsweise verkleinern.
Die Bank of England, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und Die Deutsche Bank (Ackermann) sprechen damit indirekt die exponentiell anwachsenden Vermögenswerte einzelner Institutionen oder Syndikate an. Sie selbst benutzen den Begriff der „Internationalen Finanzkonglomerate“, vermeiden aber selbst auf den Prozeß der Geldwertschöpfung ein zu gehen.
Auch hierzu gibt es bereits leicht zugängliche wissenschaftliche Erklärungen die das Zins- und Zinseszins System als eigentliche Ursache des immer wieder zusammenbrechenden Kredit- und Finanzsystems erklärt. Als Lösungsmöglichkeiten schlagen manche Analysten, Volkswirte und Wissenschaftler vor das Zins- und Zinseszins Systems zu überdenken und die Kontrolle der Zentralbanken über die Festsetzung von Leitzins oder die Vergabe von Großkrediten in die Hand des Bürgers durch Volksentscheide bzw. in die Hände der Volksvertreter zu legen. Weiterhin solle die Währung wieder an Gegenwerten gekoppelt werden (Währungsdeckung) die eine unkontrollierte Entwertung der Währung verhindere. Diese einfachen Grundsätze trafen in der Vergangenheit nicht auf Zustimmung oder wurden nur all zu einfach damit abgetan dass unsere „Wirtschaftsweisen“ oder Experten diese Ideen als Absurd und nicht durchführbar halten.
Man kann davon aus gehen das der Zinsmechanismus der Geldschöpfung durch die Banken entweder ein unter den Zentralbanken sehr gut gehütetes Geheimnis ist weil Zins- und Zinseszins eine verkappte ungeheure exponentiell arbeitende Gelddruckmaschine der Banken ist, oder aber diese Erkenntnis mag noch in den folgenden Monaten in Politik und Finanzwirtschaft weiter durch sickern in dem Maße wie der Bürger und die Öffentlichkeit davon Kenntnis erlangt. Möglicherweise ist es dann aber schon zu spät um auf Instabilitäten jeglicher Art und Formen zu reagieren.
Immerhin haben jetzt Die „Bank of England“, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und Ackermann fest gestellt dass ungeheure exponentiell anwachsende Vermögenswerte (siehe Begriff: „Internationalen Finanzkonglomerate“) auch hohe Risiken für die Volkswirtschaften birgt.
Der Sparer und Bürger darf nun hoffen das jetzt auch bald die Frage nach dem „Wie“ der Geldschöpfung unter den Banken und Finanzkonglomeraten eine Rolle spielen wird. Eine wichtige Frage für alle Sparer und Steuerzahler, die sich mit dem ethischen Grundsatz beschäftigt ob eine Institution lediglich durch Verleihen einer nicht gedeckten Geldsumme ohne weitere Wertschöpfung überhaupt Zinsen erheben darf und warum die überwiegende Mehrheit der Bürger für eine kleine Klientel von insolventen Banken überhaupt bürgen soll (Siehe Rettungspakete, Notkredite, Bankenbürgschaft).
Sehr wahrscheinlich ist aber, dass diese Frage nicht von denjenigen Organisationen gestellt werden die in erster Linie vom Zins und Zinseszins leben. Möglicherweise wird schon jetzt nach Lösungen für das Zins und Zinseszins Problem gesucht, ohne diese ganz ab zu schaffen zu müssen. Eine zwangsweise Bankenverkleinerung scheint hierbei ein gangbarer Weg die Geldwertschöpfung ohne physikalische Arbeitsleistung wie in der Realwirtschaft für eine gewisse Frist von wenigen Jahren oder Jahrzehnten wieder bei zu behalten.
Die Frage ist nur wie lange dieses notdürftig geflickte Finanzsystem bis zum nächsten Kollaps halten würde. Überlegungen zu möglichen Szenarien eines Kollapses oder weltwirtschaftlichen Instabilität führen neuerdings zu intelligenten alternativen Lösungen wie diese das “Bürgergeld”, Modelle der “negativen Einkommenssteuer” oder das “bedingungslose Grundeinkommen” bieten würde.
Freilich gäbe es dann nicht mehr so viele “Zwangsarbeitsverhältnisse” wie dies heute leider der Fall ist. Es würde aber viel mehr den Menschen dazu verhelfen ihre eigene Persönlichkeit besser zu entfalten und wesentlich mehr Innovation und Intitiative zu schaffen. Eine völlig neue altruistische Gesellschaft könnte die Folge dieser Umwälzung sein.
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